Flaschenpost Nachrichten |
Volltreffer per Flaschenpost
DLRG-Station lädt Frankfurter Kinder nach Kastel ein
Eine Gruppe von acht Kindern der Kita "Kunterbunt" aus Frankfurt-Nied und ihre Erzieherinnen Ursula Kräml und Jessica Mollenhauer erlebten einen ereignisreichen Vormittag bei der DLRG- Kreisgruppe Rhein Main. Vorausgegangen war eine recht kuriose Geschichte: In ihrem Projekt "Piraten" hatten die Kinder im Frühjahr 15 Flaschen mit Nachrichten in den Main geworfen und eine Flaschenpost strandete an der Anlegestelle der DLRG.
Sissi Geiß, seit fast zehn Jahren im Verband tätig, erinnert sich: "Wir haben die Flasche samt Inhalt, der E-Mail-Adresse des Kindergartens und der Anschrift vor drei Wochen am Steiger gefunden - das war für uns das erste Mal, dass solch eine Nachricht bei uns angekommen ist." Der DLRG-Vorsitzende Thomas Kirdorf hatte daraufhin die kleine Gruppe per E-Mail nach Kastel eingeladen, wo er den Kindern nun die Arbeit des DLRG nahe brachte: "Die Kinder sind im Alter von drei bis sechs Jahren, wir möchten ihnen vermitteln, dass sie beim DLRG auch schwimmen lernen können und mit ihnen einen Rundgang durch die Fahrzeughalle sowie eine Schiffsfahrt machen."
Die Kinder durften im Rettungsboot Platz nehmen, das neue Rettungsfahrzeug bewundern und sogar bei Blaulicht im Wagen übers Gelände fahren, bevor sie die Vereinsräume erforschten: Vom Erste-Hilfe Raum bis zum Funkraum der Rettungsgesellschaft wurden sie geführt und sie staunten nicht schlecht über eine Ansage Kirdorfs, die über das ganze Gelände zu hören war. Die jungen Besucher erfuhren viel über die Arbeit des Rettungsdienstes und durften hinter die Kulissen blicken, was ihnen sichtlich Freude bereitete. Vieles war für die Kinder aus Frankfurt neu, und auch ihre Erzieherinnen staunten nicht schlecht.
Jugendleiter Christian Witt ist es wichtig, die Kinder für die DLRG zu begeistern und auch auf die Gefahren des Wassers hinzuweisen: "Gerade jetzt, wo die Rheinstrände aus dem Boden sprießen, ist es wichtig, dass die Eltern mit gutem Beispiel vorangehen. Der Rhein ist sehr tief und eigentlich nicht zum Schwimmen geeignet, man sollte sich zur eigenen Sicherheit nur bis zur Kniehöhe ins Wasser begeben und Kinder nie unbeaufsichtigt lassen."
Am Ende des Vormittags folgte dann der Höhepunkt des Besuches: Die Kinder bekamen rote Rettungswesten und durften an Bord der "Neptun" eine Schifffahrt auf dem Rhein genießen.
Es war ein besonderer Besuch für alle Beteiligten, DLRG-Chef Kirdorf beantwortete geduldig jede Frage der wissbegierigen Besucher. "Die Kinder haben sich riesig über die Einladung gefreut und sind sehr begeistert über unseren Ausflug, auch für uns Erzieherinnen war es sehr interessant", bedankte sich Jessica Mollenhauer. Der Vormittag wird den kleinen und großen Besuchern aus Frankfurt bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben - wissen sie doch jetzt auch ganz genau, wo ihre Flaschenpost gelandet ist.


