Thema Flaschenpost in der Kunst |
Der Berliner Künstler Rolf Sturm entwickelt 1985 sein im Museum für Kommunikation Hamburg ausgestelltes "Post-Art-Museum". Die Vitrine zeigt insgesamt 83 Objekte in 10 Abteilungen. Ordnungskriterien sind beispielsweise "Verschlüsse", "Dichtungsmaterialien", "Aufbauten", aber auch "Doppelflaschen", "Tarnflaschen" und "Künstlerflaschen". Die Arbeit eröffnet die ganze Bandbreite der Gestaltung von "Flaschenpost". Sorgfältig geordnet und sauber beschriftet ist sie aber auch ein gutes Beispiel für museales Sammeln und Präsentieren.
Im selben Museum steht der „Flaschenpostautomat“ der Münsteraner Künstlerin Kirsten Kaiser. 1998 entwickelt sie ihn für das Ausstellungsprojekt "An Elbe und Rhein". Nach Einwurf von 2 EURO erhielt der Museumsbesucher alle notwendigen Dinge für eine von Wellen und Strömungen getragene Nachricht: Flasche, Briefpapier, Stift und Korken. Nach der Präsentation in Bonn und in Dresden hat die Arbeit anschließend im Museum für Kommunikation Hamburg ihren endgültigen Platz gefunden.
Flaschenpost Kunstexperiment |
Steve Meyer verteilte hundertmal eine Flaschenpost in Hamburg und forderte die Finder auf, ein Foto zu schicken und eine Frage an ihn zu stellen. Am Anfang prägt sich ein Satz oder ein Bild in sein Gedächtnis ein. "So entstehen bei mir Ideen", sagt der Hamburger Künstler Steve Meyer, "und entweder diese Ideen gewinnen an Macht oder nicht". Schon als Kind hatte Steve Meyer eine Flaschenpost verschickt - aber keine Antwort bekommen...


