Museum für Kommunikation Hamburg |
Thema:
Die Dauerausstellung im Museum für Kommunikation Hamburg präsentiert die Geschichte der Kommunikation vom 18. Jahrhundert bis heute. Zahlreiche Objekte erzählen, wie Botschaften in immer kürzerer Zeit immer weitere Strecken überwinden. Längst vergangen Geglaubtes ist dabei heute immer noch aktuell - je nach Situation bestimmen so Pferdestärken oder Kilobytes die Schnelligkeit der Nachrichtenübermittlung. Machen Sie eine Reise durch die Geschichte der Kommunikation!
Der erste Raum der Dauerausstellung beschäftigt sich mit den Grundlagen der Kommunikation ebenso wie mit dem ältesten aller Übermittlungswege, dem über Land. Von der Fußpost und der Postkutsche geht es über die Zwischenstationen Telegrafie und Telefon bis zur E-Mail.
Einen Eindruck von der Vielfalt der Nachrichtenübermittlung auf und unter Wasser vermittelt der zweite große Raum. Noch ist er als Baustelle inszeniert, aber die Themen sind schon präsent. Schiffspost, Seekabel und Flaschenpost lassen erstmals Kontinente überwinden.
Der dritte Raum widmet sich der Luft als Transportweg. Er spannt inhaltlich einen Bogen von der Brieftaube über die Luftpost, die anfangs per Zeppelin
gefahren wurde, über den Seefunk mit der legendären Küstenfunkstelle Norddeich Radio bis zu Satelliten und Handys, die den Schritt zur weltweiten mobilen Kommunikation in Echtzeit eröffnen.
Adresse:
Museum für Kommunikation Hamburg
Gorch-Fock-Wall 1
20354 Hamburg
Kontakt:
Fax:+49-(0)40-35 76 36 20
Telefon:+49-(0)40-35 76 36 0
Link zur Internetseite
Öffnungszeiten:
Dienstags bis Freitags: 9 bis 17 Uhr
An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen: 10 bis 18 Uhr
Führungen:
Öffentliche Führungen: Dauerausstellung Sonntag 14 Uhr.
Führungen für Gruppen gegen Gebühr nach Anmeldung.
Verkehrsanbindung:
U-Bahn: Stephansplatz U1; S-Bahn Dammtor S11; Bus 4, 5, 109, 112, 34, 36; DB Hamburg-Dammtor
Flaschenpost bildet neben Schiffspost, Seekabeln und Barkassenpost eines der vier Hauptthemen im Raum „Kommunikation unter und über Wasser“.
Abenteuerliche Geschichten zwischen Romantik und Hoffnung auf Rettung gehören zum Wesen der Flaschenpost. So bietet sie besten Stoff für Filme, wurde aber auch in wissenschaftlichem Dienst eingesetzt und fasziniert heute, in einer Zeit umfassender Erreichbarkeit, immer wieder Künstler. Das Thema bietet eine reiche Palette an Variationen: neben den sieben Weltmeeren können auch Flüsse den Transport übernehmen und als wasserdichte Umschläge dienen nicht nur Flaschen.
In seinem Bordbuch schildert Christoph Kolumbus, wie er als letzte Rettung eine Nachricht Wellen und Strömungen überantwortet. Am 14. Februar 1493 sieht er auf der Rückfahrt von Amerika keine andere Hoffnung mehr, sein Schiff befindet sich mitten in schwerer See. Er nimmt all seine Aufzeichnungen, packt sie in ein Fass, dichtet es mit Wachs ab und wirft es in den Atlantik. Schiff und Mannschaft überstehen das Unwetter, das Fass wird nie gefunden.
Das Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie in Hamburg, ehemals Deutsche Seewarte, hat etwa 600 Flaschenposten in seiner Sammlung. Sie bilden die Grundlage der frühen Erforschung von Meeresströmungen. Kapitäne deutscher Schiffe erhalten zwischen 1887 und 1933 Formulare mit dem Auftrag, sie mit Datum und Position versehen in einer Flasche auszusetzen. Auf der Rückseite des Vordrucks soll der Finder Ort und Datum notieren. Alle Angaben werden in eine Weltkarte eingetragen, die nach und nach die Strömungsverhältnisse auf der Erde offenbart. Westwind-, Süd- und Nordatlantikdrift sind deutlich auf der Reproduktion im MK Hamburg zu sehen. Beispiele besonders eindrucksvoller Formular-Rücksendungen ergänzen die Präsentation.
Sollten Besucher Antwort auf ihre Flaschenpost erhalten, freut sich das Museum über neue Ausstellungsstücke. Hinter einer Spiegelwand sind einige Beispiele bereits präsentiert – von einem Brief, der im Hamburger Hafen gerade einmal bis zum Zoll kam, bis zu einem, der von der französischen Ile d’ Ouessant in 31 Tagen bis zur niederländischen Insel Texel schwamm.
Bleibt noch eine Sendung, die seit 1977 auf Finder wartet. Mittlerweile 11,5 Milliarden Kilometer entfernt außerhalb unseres Sonnensystems unterwegs, trägt die Raumsonde Voyager nicht nur Technik, sondern auch eine Bild-Ton-Platte an Bord. Für den Fall, dass sie von außerirdischen intelligenten Wesen gefunden wird, warten Klänge von der Erde auf diese. Ein wieherndes Pferd, ein schreiendes Baby, Musik von Beethoven, Morsezeichen, Gesang von Buckelwalen. Im Codekabinett des Museums können Besucher hören, was die unbekannten Empfänger erwartet.



