"Flaschenpost" Buddelschiff-Museum in Carolinensiel an der Nordsee

Große Schiffe in kleinen Flaschen. Aus der ehemaligen Postfiliale am Carolinensieler Hafen wurde im März 2000 ein Museum. Sein Name: "Flaschenpost". Ist mit diesem Begriff eigentlich die etwas ungewöhnliche Beförderung von Schriftstücken mittels Flaschen und rauer See gemeint, so ist in den ausgestellten Flaschen des Museums doch etwas anderes: überwiegend Schiffe, von der Vollmastbark bis zum Raddampfer "Concordia".

Barbara Bontemps kam im März des Jahres 2000 auf die Idee, in dem alten Postgebäude ein Buddelschiffmuseum zu eröffnen. Sie zeigt in ihrem Museum einen Querschnitt der Schiffsmodellbaukunst in kleinen und großen Flaschen. Die gebürtige Wuppertalerin hat seit vielen Jahren schon Kontakt zu zwei bekannten Modellschiffbauern, die ihr zusammen rund 130 Exponate zur Verfügung stellten. Etwa 100 Ausstellungsstücke stammen von Erich Radermacher. Er ist zweimaliger Bundesmeister im Schiffsmodellbau und zeigt in Carolinensiel einen Querschnitt seiner Arbeiten aus rund 30 Jahren. Viele der Exponate sind vollkommen maßstabsgetreu, ausliegende Urkunden beweisen das.

Der zweite Modellschiffbauer heißt Werner Peters. Er verkörpert in seinen Arbeiten etwas ganz besonderes: Die Liebe zur Malerei, der er auch in seinen Buddelschiffflaschen frönt. Die Ausstellung auf etwa 75 Quadratmeter Fläche gibt einen Überblick über die Buddelschiffbaukunst. Vom Vollschiff "Preußen" bis zum Traditionsschiff "Pamir", von der Schaluppe bis zum Schlepper - den Besuchern wird einiges geboten.

Gezeigt wird zudem auch eine Leihgabe von Rudolf Goldbeck aus Gütersloh. Er hat das DGzRS-Boot "Adolf Bermpohl" nachgebaut und dem Museum zur Verfügung gestellt. Das Segelschulschiff "Deutschland", Schiffsmodelle in auf dem Kopf hängenden Flaschen und in großen Glühbirnen, die beiden Schiffsmodellbauer haben Kreativität bewiesen. Weiter sind zu sehen: das Schiff von "Käpt'n Blaubär", zwei Flaschenarrangements zu den Themen "Robbenfang ist Robbenmord" und "Walfang ist blutendes Meer" neben Schiffsmodellen von Booten der Organisationen Greenpeace und WWF.

Und es sind nicht nur Schiffe in den ausgestellten Flaschen zu sehen, sondern auch, als Erinnerung an Barbara Bontemps Heimat, ein maßstabgetreues Modell der Wuppertaler Schwebebahn.


Adresse: Alte Post, Carolinensiel, 26409 Wittmund
Öffnungszeiten: Das Museum hat täglich von 10 bis 13 und 15 bis 18 Uhr. Zusätzliche Öffnungszeiten sind nach Vereinbarung möglich.
Eintrittspreise: Zwei Euro (Erwachsene), 1,50 Euro (Kinder), 5 Euro (Familienkarte: Maximal zwei Erwachsene und drei Kinder bis 18 Jahre).
Kinder bis 99 Zentimeter Körpergröße haben freien Eintritt.

Telefon: +49 4464 92280

 

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Landkarte Carolonensiel / Nordseeküste